Hamburger Stadtsiegel wieder in der Heimat  Fotograf: Angelika Warmuth
Auf dem Siegel ist das geschlossene Stadttor mit zwei Türmen zu sehen. Das Hamburger Stadtsiegel ist wieder in der Hansestadt: Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer und Günter Hess von der Hubertus Wald Stiftung präsentierten das historische Siegel aus dem 14. Jahrhundert am Mittwoch erstmals der Öffentlichkeit. Das wertvolle und gut erhaltene Stück gehöre nirgendwo anders hin, als nach Hamburg, sagte Melsheimer. Rückholaktion von Stiftung und KaufleutenDie Handelskammer hatte die spektakuläre Rückholaktion organisiert, die Stiftung und ein Konsortium von Hamburger Kaufleuten und Unternehmen hatten je zur Hälfte die Kosten in Höhe von 450.000 Euro getragen. Der Kauf gehöre zu den schönsten Aktionen, die die Stiftung für die Stadt jemals geleistet habe, sagte Stiftungs-Vorstand Hess. Auf dem Siegelbild ist das geschlossene Stadttor mit zwei Türmen zu sehen. Das sogenannte Typar (Siegelstempel) war vom 14. bis zum frühen 19. Jahrhundert sichtbares Symbol der Unabhängigkeit der selbstbestimmten Freien und Hansestadt Hamburg. Seine Verwendung lässt sich erstmals an einer am 25. Dezember 1304 ausgestellten Urkunde nachweisen. Es blieb bis Ende 1810 in Gebrauch. Das Siegel wurde mit anderen Archivalien der Hansestadt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eingelagert. Es verschwand aus einem stillgelegten Salzbergwerk in Grasleben bei Helmstedt und gelangte später in privaten Besitz. Der bisherige Besitzer hatte das Siegel 1986 für 1.800 Mark gekauft. Siegel wird in der Handelskammer ausgestelltAm 12. Juni sollte das Stadtsiegel vom Kölner Auktionshaus Lampertz öffentlich versteigert werden. Dem kam die von der Handelskammer organisierte Initiative zuvor und sicherte es für Hamburg. Das Stadtsiegel hat den formellen Status "National wertvolles Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland". Es soll künftig in den Räumlichkeiten der Handelskammer ausgestellt werden. Zudem soll es, sofern die Sicherheit gewährleistet ist, als Ausstellungsstück ausgeliehen werden.
Quelle: www.ndr.de |